FORTE CULTURA Station: Festung Bard (IT) – Foto ©Hagai Agmon Snir

Forte di Bard – Bollwerk am Eingang zum Aostetal

Eines der besten Beispiele für den Festungsbau zu Beginn des 19. Jahrhunderts

Im Flusstal der Dora Baltea thront die Festung Bard inmitten einer tiefen Schlucht auf einem Felshügel oberhalb des gleichnamigen Dorfes. Die strategischen Vorteile der natürlichen Gegebenheiten des Standortes wurden bereits früh erkannt, weshalb der wichtige Zugang ins Aostatal bereits seit dem 6. Jahrhundert befestigt war.

Das musste auch Napoleon erkennen, als seine Truppen im Mai 1800 Bard passieren wollten und von nur 400 Österreichern empfindlich aufgehalten wurden. Am 1. Juni leitete er schließlich höchstselbst einen erfolgreichen Angriff auf die Festung und ließ sie anschließend nahezu vollständig zerstören. Carlo Alberto Amadeo (König von Sardinien-Piemont) errichtete die heutige Festung Bard von 1830 bis 1838 von Grund auf neu.

Heute ist die Festung ein Juwel der Festungsbaukunst und begeistert mit seiner Architektur, seinen Museen und modernen Ausstellungen sowie Events viele Gäste jedes Jahr. Entdecken Sie mit FORTE CULTURA die faszinierende Festung Bard im Aostatal.

Nützliche Informationen für Ihren Besuch in der Festung Bard

Forte di Bard kann auf verschiedene Weise zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Der ideale Besuch kann einen halben Tag dauern. Besucher können zwischen verschiedenen Ausstellungen wählen und angenehme Pausen in der Cafeteria oder im Restaurant einlegen. Das Fort bietet auch die Möglichkeit einer Übernachtung im Hotel Cavour et des Officiers. Es ist der ideale Ort für Familien, Gruppen und Schulklassen und der Zugang ist haustierfreundlich.

Forte di Bard bietet zudem spezielle Programmmodule und verschiedene Pakete für Gruppen.

Außerdem: Kombitickets mit Aosta Valley Card (auf der jeweiligen Ausstellungsfläche), Apc (Verband der Wohnwagen- und Wohnmobilhersteller), Assessorato ai Beni Culturali Regione Valle d’Aosta, Associazione Maestri di Sci Valle d’Aosta, Crer, Cervino Winter Summer card, Fai, Fondation Barry, Mav, Slow Food Italia, Skipass Vda Pila Spa, Skyway Monte Bianco, Touring Club Italia, Trenitalia

Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen: Die gesamte Festung ist für Menschen mit Behinderungen vollständig zugänglich.


Forte di Bard ist eine Einzelfestung in der Ausführung als Bergfestung.

Alpenmuseum

Das Alpenmuseum befindet sich im ersten Stock der Oper Carlo Alberto, dem Hauptgebäude der Festung. In 25 Räumen wird auf multimediale und spielerische Art und Weise die Geschichte der Alpen erzählt. Das Museum untersucht die wichtigsten natürlichen und menschlichen Bestandteile der Bergwelt mit Räumen, die beispielsweise der Alpenzivilisation, der Flora, der Fauna und dem Klima gewidmet sind.

Gefängnisse der Festung

In den ehemaligen Gefängnisräumen wird anschaulich die Geschichte der Festung erzählt. Besucher erfahren interaktiv durch Filme, Dokumente und 3D-Installationen die architektonische Entwicklung und Bedeutung der Festung von der ersten ostgotischen Römergarnison im 6. Jahrhundert bis zum Festungsneubau im Jahr 1830. Auch die komplexe Restaurierung und Rekonstruktion der Festung zwischen 1996 und 2006 wird anschaulich vermittelt.

Museum der Festungen und der Grenzen

Auf 2.000 Quadratmetern vermittelt das Museum der Festungen anhand von Modellen, Waffen, Filmen und Exponaten anschaulich die Geschichte des Festungsbaus seit der Römerzeit. Spezielle Abschnitte widmen sich dabei den Alpenbefestigungen sowie den Alpen als Grenzlinie bzw. Grenzraum.

Die Alpen der Kinder Museum

Das Museum richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche, um ein Verständnis für die Dynamik des Klimawandels zu entwickeln und die eigenen Verhaltensweisen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu reflektieren. Dabei werden u.a. mit Augmented Reality und Fotovergleichen die Entwicklung und der heutige der Zustand von Alpengletschern untersucht.

Mittelalterliches Dorf und die Via Francigena

Am Fuße der Festung offenbaren sich in den Straßen und Plätzen des mittelalterlichen Dorfes Bard mehr als tausend Jahre Geschichte. Entlang der Hauptstraße sind wertvolle Wohnhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert erhalten.

Associazione Forte di Bard

Geschichte der Festung Bard

Die Festung von Bard (italienisch Forte di Bard, französisch Fort de Bard) ist ein Festungskomplex mit beeindruckender Geschichte. Einige wichtige historische Ereignisse im Zusammenhang mit der Festung sind:

  • 6. Jahrhundert: Auf dem Felskopf befand sich zu Zeiten von Theoderich dem Großen eine ostgotische Garnison (Clausuræ augustanæ).
  • Im Mittelalter wird das Fort oft in den Chroniken bekannter Reisender durch das Aostatal erwähnt, die von der strategischen Perfektion beeindruckt waren.
  • Im 13. Jahrhundert kam die Festung in den Besitz der Grafen von Savoyen.
  • 1704: Die savoyische Besatzung vereitelte im Spanischen Erbfolgekrieg den Vormarsch der französischen Armee ins Piemont.
  • Während des Risorgimento, der italienischen Einigungsbewegung, spielte die Festung eine bedeutende Rolle. Im Jahr 1800 wurde sie von den französischen Truppen unter Napoleon Bonaparte zerstört.
  • 1830–1838: Die heutige Festung wurde vom aus dem Haus Savoyen stammenden König Karl Albert von Sardinien-Piemont errichtet, nachdem der Vorgängerbau im Jahr 1800 auf Veranlassung Napoleons gesprengt und zerstört worden war.
  • Während des Ersten Weltkriegs diente die Festung als Gefängnis für Kriegsgefangene. Später war es Militärgefängnis und dann bis 1975 das „Pulverfass“ der italienischen Armee.
  • In den 1990er Jahren wurde die Festung umfangreich restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heute beherbergt die Festungsanlage verschiedene Museen und andere touristische Einrichtungen, darunter das Museo delle Alpi (französisch Musée des Alpes), das über die Natur und die Besiedlungsgeschichte der Westalpen informiert. Im zentralen Innenhof finden im Sommer Theater- oder Musikaufführungen statt.

Architektur

Die natürlichen Gegebenheiten des Standorts eröffnen strategische Vorteile, welche bereits im 6. Jahrhundert erkannt und genutzt wurden. Der steile Felsvorsprung über dem Flusstal der Dora Baltean ist leicht zu verteidigen und ermöglicht eine effektive Kontrolle des Tals und der Handelswege zwischen Italien und Frankreich. So befand sich zu Zeiten von Theoderich dem Großen auf dem Felskopf eine ostgotische Garnison (Clausuræ augustanæ).

Bard gehörte später den Grafen von Aosta und danach den Herren von Bard. Die Befestigungen auf dem Felsen wurden sukzessive verstärkt und ausgebaut. Im 13. Jahrhundert gelangte die Festung in den Besitz der Grafen von Savoyen, welche die Entwicklung des Festungsstandortes in den folgenden Jahrhunderten nachhaltig beeinflussten.

Im Jahr 1704 vereitelte die savoyische Besatzung während des Spanischen Erbfolgekrieges den Vormarsch der französischen Armee ins Piemont.

Auch die heutige Festung wurde zwischen 1830 und 1838 vom aus dem Haus Savoyen stammenden König Karl Albert von Sardinien-Piemont errichtet. Dies geschah, nachdem der Vorgängerbau an derselben Stelle im Jahr 1800 auf Veranlassung Napoleons gesprengt und vollständig zerstört worden war.

Die Festung zeichnet sich heute durch seine wehrhaften Mauern mit Türmen und Bastionen aus, die sich auf mehreren Terrassen an den Felsen schmiegen. Der zentrale Innenhof der Festung ist von hohen Mauern umgeben und diente als Versammlungs- und Aufenthaltsort für die Garnison. Es gibt verschiedene Gebäude innerhalb der Festung, darunter Kasernen, Waffenlager, Kapellen und Verwaltungsräume.

Im Zuge der umfassenden Sanierung in den 1990er Jahren wurden auch die Standseilbahnen und Panoramalifte integriert, die den Aufstieg zur Festung zum Erlebnis machen.

Ein Naturerlebnis rund um das Forte di Bard im italienischen Aostatal verbindet spektakuläre alpine Landschaften, interaktive Ausstellungen und historische Wanderwege. Die mächtige Festung thront auf einem steilen Felsen in einer engen Schlucht, durch die sich der Fluss Dora Baltea schlängelt.

Die Festung selbst ist ein internationales Kultur- und Naturzentrum und bietet für Naturliebhaber spannende Natureinblicke im Alpenmuseum sowie Weltklasse-Naturfotografie im Rahmen von internationalen Fotoausstellungen. Zudem bieten sich zu jeder Jahreszeit atemberaubende Panoramablicke auf das Tal und die umliegenden Berge von zahlreichen Plätzen auf der Festung. Die Panorama-Glasaufzüge machen bereits den Aufstieg zum Forte di Bard Erlebnis.

Wo Natur auf Geschichte trifft: Ihr Outdoor-Abenteuer am Forte di Bard

Erleben Sie die ungezähmte Schönheit des Aostatals rund um die mächtige Festung Forte di Bard. Die spektakuläre alpine Traumkulisse verbindet weite Panoramaausblicke, historische Pfade und geologische Wunder zu einem perfekten Revier für Outdoor-Begeisterte. Ob sportliche Herausforderung oder entspannter Naturgenuss – hier wird Geschichte Schritt für Schritt lebendig. Für Gipfelstürmer ist der historische Militärweg zum Col de Cou ein absolutes Highlight. Der Aufstieg belohnt Sie mit einem grenzenlosen Rundumblick über die majestätischen Alpengipfel. Wer es sanfter mag, wandelt auf der legendären Via Francigena oder dem Cammino Balteo. Diese malerischen Routen führen direkt am Fuße der Festung durch schattige Kastanienhaine, sonnenverwöhnte Weinberge und traditionsreiche Dörfer.

Neben epischen Wanderwegen hält die Region faszinierende Naturdenkmäler bereit. In der Umgebung zeugen eiszeitliche Gletschermühlen von der Urkraft der Natur. Im benachbarten Donnas wartet zudem eine echte Zeitreise: Hier spazieren Sie auf einer antiken Römerstraße, die vor Jahrtausenden direkt in den nackten Fels geschlagen wurde. Schnüren Sie Ihre Wanderschuhe und machen Sie das Forte di Bard mit FORTE CULTURA zu Ihrem Basislager für unvergessliche Momente.


Events im Forte di Bard

Eventkalender der Festung Bard.


Kontakt

Associazione Forte di Bard

11020 Bard, Italien

Telefon: +39 0125 833811
E-Mail
Webseite


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Europäische Kulturrouten entdecken

Die Festung Bard befindet sich auch an der VIA FRANCIGENA, einer zertifizierten „Kulturroute des Europarates“.

„990 v. Chr. reiste Sigerich, Erzbischof von Canterbury, nach Rom, um Papst Johannes XV. zu besuchen und von diesem das Pallium entgegenzunehmen. Auf seinem Weg trug er 79 Etappen seiner Reise in ein Tagebuch ein. Dank dieses Dokuments war es möglich, die damals kürzeste Route zwischen Canterbury und Rom zu rekonstruieren, die heute von allen Reisenden benutzt werden kann.“ ©www.coe.int

Via Francigena bildet diese Route über 1800 km durch England, Frankreich, die Schweiz und Italien als Pilgerweg ab, der in Vatikanstadt endet.



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